Gemeinsam Bäume pflanzen: Symbolische Aktion gegen die Einsamkeit


„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“
Angebliches Zitat Martin Luthers
Als ein weiteres Projekt gegen die Vereinsamung in der Gesellschaft hat EiL, Ehrenamt in Lennestadt, die Pflanzaktion „Bäume gegen die Einsamkeit“ ins Leben gerufen.
In Zusammenarbeit mit den beiden Schulen Gymnasium der Stadt Lennestadt und Maria Königin, Vertretern des Landesbetriebes Wald und Holz, dem Kirchenvorstand von St. Agatha Altenhundem und dem Trägerverein von Maria Königin sowie der Forstbaumschule Röttgers fand die Umsetzung Anfang Oktober auf dem Waldfriedhof oberhalb des Gymnasiums Maria Königin statt.
Hartmut Schweinsberg, Sprecher von EiL, begrüßte die Anwesenden und bedankte sich besonders bei Herrn Lutz Schmelter von der Josef Schmelter GmbH, der bereits mehrmals als Sponsor die Projekte von EiL unterstützt hat.
EiL sieht die wesentlichen Ziele dieses Projekts als Beispiel von generationsübergreifender Zusammenarbeit:
Durch das Zusammenarbeiten zwischen Alt und Jung wird die Gemeinschaft gestärkt.
Die persönliche Entwicklung wird gefördert: Bei den Jüngeren mit Verantwortung und Perspektivwechsel, bei den Älteren durch das Aktivsein für Neues, ihre Erfahrungen werden weitergegeben.
Die soziale Teilhabe wird gefördert: Bei den Älteren durch das Rauskommen aus der Isolation, bei den Jüngeren durch den Erhalt einer Orientierung, sie werden ernst genommen.
Das Pflanzen von Bäumen auf dem Waldfriedhof soll als Zeichen der Vergangenheit, Abschied und zugleich als Symbol für Zukunft, neues Leben gesehen werden.
Erkennen, dass ein gepflanzter Baum an dieser Stelle als ein Zeichen der Verbundenheit zwischen den Generationen steht.
Erkennen, dass hier Gemeinschaft als Antwort auf Einsamkeit entsteht, wenn Menschen füreinander Verantwortung übernehmen.
Mit dieser Aktion auf dem Waldfriedhof in Lennestadt-Altenhundem geht es um eine Verbindung von Ehrenamt, Jugend, Schule, Gemeinschaft und dem Erinnern an Menschen die vor uns waren, mit der Verantwortung für die, die nach uns kommen.
Hintergrundinformationen zu EiL
Die Lennestädter Ehrenamtsbörse (EiL = Ehrenamt für Lennestadt) existiert seit mehr als 15 Jahren. Es ist eine Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, einerseits Ehrenamtliche an Institutionen und Organisationen zu vermitteln, andererseits mit eigenen Ideen und Projekten einzelne Personen und Gruppen in der Gesellschaft zu unterstützen.
Ein wichtiges Thema ist es, Personen verschiedener Altersstufen zu erreichen, die sich aus unterschiedlichen Gründen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen haben und keinen sozialen Kontakt mehr haben. Zu diesem Komplex Einsamkeit hat EiL einige Projekte ins Leben gerufen, z.B. Stammtische, ein SpielCafé oder ein KlönCafé.
Hintergrundinformationen zum Waldfriedhof
Auf dem Gelände des Waldfriedhofes befindet sich der Friedhof der Missionare von der Heiligen Familie, die auf dem Klosterberg jahrzehntelang gelebt und gearbeitet haben, der jetzt entsprechend erweitert wurde. Mit dem Waldfriedhof Maria Königin des Pastoralen Raumes Lennestadt soll den Verstorbenen eine würdevolle letzte Ruhestätte in christlicher Umgebung ermöglicht werden. Gleichwohl steht er, unter Einhaltung der Friedhofssatzung, den Verstorbenen aller Konfessionen offen, auch aus den Nachbarkommunen.
In den ersten 5 Jahren sind über 300 Verstorbene aus dem ganzen Kreis Olpe, mit den Schwerpunktgemeinden Lennestadt und Kirchhundem, auf dem Waldfriedhof beigesetzt worden.



